Donnerstag, 16. März 2006
Schiiiifoarn!
lxbass, 00:29h
Knäckebrotkauend muss ich jetzt doch noch auf ein glanzvolles Kapitel Schweizerischen Sportschaffens zu sprechen kommen. "Unsere" Skistars in den 80ern. Heissa, was haben "wir" damals Medaillen abgesahnt, mein lieber Herr Gesangsverein. Die gnä Frauen und Herren Österreicher rangierten regelmässig unter ferner liefen, von den Schwaben gar nicht zu sprechen. Onkel Fridl meinte, weil die nicht wussten wie wachsen. Wir hingegen setzten so ein im Weltall getestetes Space-Wunderwachs ein, natürlich alles tiptop von der FIS abgesegnet hä, da hatten wir dann gar nichts zu verbergen, im Fall.
Auf jeden Fall hockten wir uns mittags mit einer Schüssel Randensalat, einem Topf heissen Wienerli und einem Pfünderli vor die Kiste und waren im Geiste Kuhglocken schwenkend mit Erika Hess, Doris De Agostini, Michela Figini, Maria Walliser, Brigitte Oertli, Pirmin "Fürchtegott" Zurbriggen, Toni Bürgler, Max Julen, Franz Heinzer et al auf der Piste, in der Hocke verharrend oder am Slalomstangen wegdrücken. Skirennen durfte damals nur einer kommentieren: Der grosse Karl Erb. Lange hab ich mich als Bub gefragt, wie das Gesicht zu dieser Stimme wohl aussehen mag, und als ich dann mal sein Helgeli im "Sport" sah, war ich ein bisschen enttäuscht, weil ich ein wackeres Mannsbild mit Bart erwartete (er war eher schmächtig, trug eine Brille vor den Schlitzäuglein).
Besonders an den mehrfachen Olympiamedaillengewinn von Erika Hess kann ich mich sehr wohl erinnern. Ich war damals im Skilager in Obersaxen, in dichtem Schneegestöber (damals wurde bei jedem Wind und Hudelwetter gebrettert, es gab kein Pardon) ich mit einem Gspänli auf dem Sässelilift. Sie ahnen, was jetzt kommt. Genau. Der mit der Zunge am Skilift-Bügel. Tat mir dann noch während Wochen höllisch weh beim Suppenessen. Gopfertelli.
Auf jeden Fall hockten wir uns mittags mit einer Schüssel Randensalat, einem Topf heissen Wienerli und einem Pfünderli vor die Kiste und waren im Geiste Kuhglocken schwenkend mit Erika Hess, Doris De Agostini, Michela Figini, Maria Walliser, Brigitte Oertli, Pirmin "Fürchtegott" Zurbriggen, Toni Bürgler, Max Julen, Franz Heinzer et al auf der Piste, in der Hocke verharrend oder am Slalomstangen wegdrücken. Skirennen durfte damals nur einer kommentieren: Der grosse Karl Erb. Lange hab ich mich als Bub gefragt, wie das Gesicht zu dieser Stimme wohl aussehen mag, und als ich dann mal sein Helgeli im "Sport" sah, war ich ein bisschen enttäuscht, weil ich ein wackeres Mannsbild mit Bart erwartete (er war eher schmächtig, trug eine Brille vor den Schlitzäuglein).
Besonders an den mehrfachen Olympiamedaillengewinn von Erika Hess kann ich mich sehr wohl erinnern. Ich war damals im Skilager in Obersaxen, in dichtem Schneegestöber (damals wurde bei jedem Wind und Hudelwetter gebrettert, es gab kein Pardon) ich mit einem Gspänli auf dem Sässelilift. Sie ahnen, was jetzt kommt. Genau. Der mit der Zunge am Skilift-Bügel. Tat mir dann noch während Wochen höllisch weh beim Suppenessen. Gopfertelli.
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nettel,
Donnerstag, 16. März 2006, 11:34
Hihi, das mit der Zunge am Skiliftbügel ist wahrhaft eine üble Sache. Ich wäre um dieses Erlebnis eigentlich herumgekommen. Wäre da nicht der grosse Bruder, der meine Vertrauensseligkeit arg missbrauchte und mir sagte, ich solle doch mal meine Lippen ans Treppengeländer (Aussentreppe, Metallgeländer, Lufttemperatur: -10°C) halten. Die Unterlippe blieb teilweise an jenem Ort zurück, und vielleicht wäre dies auch der Moment, um mittels einer Psychoanalyse festzustellen, ob mein Vertrauen zur Männerwelt durch dieses frühe Erlebnis grundsätzlich zu Schaden gekommen ist.
Was die Skifahrer anbelangt, nur noch so viel: Bis heute fällt es mir schwer, überhaupt die Tatsache zu akzeptieren, dass wir keine Skination mehr sind. Die frühkindlichen Erfahrungen haben tiefen Eindruck hinterlassen, und ich meine noch heute immer, sie hätten nur einen schlechten Tag, wenn sie nicht gut fahren. Und von Pirmin ist mir vor allem die Mars-Werbung in Erinnerung. Was vielleicht wieder entfernt mit dem Kiosk neben unserem Primarschulhaus zu tun hat.
Was die Skifahrer anbelangt, nur noch so viel: Bis heute fällt es mir schwer, überhaupt die Tatsache zu akzeptieren, dass wir keine Skination mehr sind. Die frühkindlichen Erfahrungen haben tiefen Eindruck hinterlassen, und ich meine noch heute immer, sie hätten nur einen schlechten Tag, wenn sie nicht gut fahren. Und von Pirmin ist mir vor allem die Mars-Werbung in Erinnerung. Was vielleicht wieder entfernt mit dem Kiosk neben unserem Primarschulhaus zu tun hat.
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